Ing. Michaela Lukmann gilt als eine der spannendsten Persönlichkeiten an der Schnittstelle von Financial Engineering, Kunst und strategischer Vermögensentwicklung. Im Interview mit Wirtschaftsmacher.com erläutert sie, wie es gelingt, illiquide Vermögenswerte in liquide Portfoliobausteine zu transferieren, gängige Vorurteile zu entkräften und die Assetklasse Kunst in einem neuen Licht zu präsentieren.
Wirtschaftsmacher.com: Frau Lukmann, Sie gelten als Pionierin im Financial Engineering und als anerkannte Kunstproviderin. Wie kommt es, dass ausgerechnet Kunst zunehmend als strategische Assetklasse wahrgenommen wird?
Ing. Michaela Lukmann: Die Wahrnehmung von Kunst hat sich in den letzten Jahren spürbar verändert. Kunst ist heute weitaus mehr als ein Ausdruck von Kreativität – sie ist ein eigenständiger Vermögenswert mit teils signifikanten Renditen. Während klassische Assetklassen wie Immobilien an Stabilität verlieren, zeigt sich Kunst als resilient und wachstumsfähig. Vor allem durch professionelle Strukturierung und Bewertung kann Kunst als liquider nachhaltiger Portfolio-Baustein etabliert werden. Das hat viel mit der wachsenden Komplexität der Märkte und einer stärkeren Portfolio-Diversifikation zu tun. Plattformen wie Mikizzaner und Initiativen wie mein Kunsthaus Mikizzaner bieten hier Lösungen, indem sie kuratierte Qualität, Sichtbarkeit und wirtschaftlichen Mehrwert vereinen.
Wirtschaftsmacher.com: Wie gelingt es, illiquide Vermögenswerte konkret in liquide Formen umzuwandeln? Und welchen Stellenwert haben dabei Financial Engineering und Compliance?
Ing. Michaela Lukmann: Der Transfer von illiquiden Assets – ob Kunst, Immobilien oder Forderungen – in liquide Werte erfordert ein tiefes Verständnis für Bewertung, Strukturierung und professionelle Vermarktung. Das beginnt bei der strategischen Analyse des Assets, gefolgt von einer gezielten Positionierung und der Entwicklung einer klaren Wertschöpfungskette. Financial Engineering ermöglicht innovative Modelle wie die Verbriefung von Kunstportfolios, sodass diese als Wertpapiere an der Börse oder im Fonds erhältlich werden. Compliance und Rückversicherung spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie sorgt für Transparenz, rechtliche Absicherung und nachhaltige Wertentwicklung. Nur so können auch anspruchsvolle Anleger und Institutionen für diese Assetklasse gewonnen werden.
Wirtschaftsmacher.com: Kritiker behaupten, Kunst sei kein echtes Investment, sondern primär emotional geprägt. Was entgegnen Sie diesem Vorurteil?
Ing. Michaela Lukmann: Dieses Vorurteil hält sich hartnäckig. Dabei zeigen zahlreiche Analysen, dass zeitgenössische Kunst längst ein Renditefaktor ist – manche Werke erzielen Wertsteigerungen, die selbst den Immobilienmarkt hinter sich lassen. Professionelle Akteure verlassen sich nicht mehr nur auf Bauchgefühl, sondern arbeiten mit Marktanalysen, Provenienzrecherchen und internationaler Positionierung. Durch Künstlermanagement, kuratorische Auswahl und den Aufbau tragfähiger Netzwerke entsteht eine Wertschöpfungskette, die in vielen Fällen messbar höheren Mehrwert generiert. Die Plattform Mikizzaner bietet gerade für Künstler:innen, Sammler:innen und Anleger:innen die Möglichkeit, an dieser Entwicklung teilzuhaben und von strukturiertem Wachstum zu profitieren.
Wirtschaftsmacher.com: Sie sprechen von Financial Engineering als Innovationsmotor für den Kunstmarkt. Welche Rolle spielt dabei Ihr persönlicher Werdegang?
Ing. Michaela Lukmann: Mein Weg begann im technischen Umfeld, hat sich aber von Beginn an zwischen Finanzen, Unternehmensstrategie und Kunst bewegt. Die Erfahrung aus der Beratung internationaler Unternehmen, als Business-Inkubatorin und das eigene Studium der Kunstgeschichte ermöglichte mir, diese Bereiche interdisziplinär zu verbinden. Ich habe gelernt, dass der Kunstmarkt ebenso professionelle Strukturen, Compliance und Innovationskraft benötigt wie die klassische Finanzbranche. Die Kombination aus konsequentem Handeln, Wissen und Disziplin hat es mir erlaubt, als Frau in diesem Bereich auch international erfolgreich zu sein – nicht zuletzt durch das eigenständige Auflegen eines Zertifikats an der Börse.
Wirtschaftsmacher.com: Welche Trends werden den Kunstmarkt und das Thema illiquide Werte in naher Zukunft prägen?
Ing. Michaela Lukmann: Die Relevanz alternativer Investments nimmt weiter zu. Die Professionalisierung von Künstlermanagement und Kunstmanagement, hybride Ausstellungsformate und digitale Plattformen wie Mikizzaner werden an Bedeutung gewinnen. Außerdem wird das Thema Verbriefung und Handelbarkeit von Kunstportfolios – etwa über Fonds und digital Assets – zunehmend wichtiger werden. Compliance, Transparenz und nachhaltige Wertschöpfung sind Schlüsselfaktoren, um Vertrauen zu schaffen. Kunst als geisteswissenschaftliches wie wirtschaftliches Asset bietet heute nicht nur emotionale und gesellschaftliche Wirkung, sondern wird Teil globaler Vermögensstrategien, auch für den in der Liquidität gebeutelten öffentlichen Sektor, werden.
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