Gentle Glow: Moderner Sound, der Generationen verbindet

Mit einer einzigartigen Mischung aus Pop, Rock, Dance und gefühlvollen Balladen schafft die Band Gentle Glow einen Sound, der Generationen verbindet und sowohl live als auch digital begeistert. Im Interview sprechen die Bandmitglieder über ihre musikalischen Einflüsse, den kreativen Entstehungsprozess ihrer Songs sowie ihren Weg von ersten gemeinsamen Sessions hin zu internationaler Radio-Präsenz. Dabei wird deutlich: Hinter dem atmosphärischen Klangbild steckt nicht nur Leidenschaft, sondern auch ein klarer Anspruch an Professionalität, Weiterentwicklung und echte Verbindung zum Publikum.
Wirtschaftsmacher.com: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von WirtschaftsmacherTV. Wir sprechen heute mit Mitgliedern der Band Gentle Glow, einem Musikprojekt, das mit Piano, Vocals und fein arrangierten Kompositionen einen besonderen, atmosphärischen Sound auf die Bühne bringt. Mit einer Mischung aus gefühlvollem Songwriting, mehrstimmigem Gesang und einem eingespielten Ensemble schafft Gentle Glow einen Klang, der berührt, im Kopf bleibt und live ein ganz eigenes Leuchten im Raum erzeugt. Und dazu begrüße ich heute im Studio bei uns Andrea Váry, Lisa Rosary, Jasmin Neuninger und Roman Schrank. Der Einzige, der in der Runde fehlt, ist Chris Schrom. Danke, dass ihr da seid.
Roman Schrank: Danke für die Einladung.
Wirtschaftsmacher.com: Gentle Glow, ihr vereint so einiges, nämlich Piano, Vocals, Drums und Percussion in einem. Wie würdet ihr denn euren Song für jemanden beschreiben, der ihn noch nie gehört hat? Ihr habt ja gerade eben auch Songs rausgebracht wie „Last Call“, „Do It“ oder eben auch den Christmas Song „Time of Wonder“.
Lisa Rosary: Ja, also das ist eh die beste Frage, die auch so ziemlich jedem irgendwie unter den Fingern brennt. Damit werden wir sehr oft konfrontiert. Wir vereinen so ein paar Musikstile in unserem Sound. Also zum Ersten: Dance spielt auf jeden Fall einen wichtigen Part. Pop und Rock – viele Rock-Elemente auch drinnen, Popsound.
Jasmin Neuninger: Pop-Balladen.
Lisa Rosary: Balladen, genau. Also ganz gut durcharrangierte Songs, wirklich von Anfang bis zum Schluss, wirklich bis ins kleinste Detail durchkomponiert. Ich glaube, Roman kann da noch ein bisschen was dazu sagen.
Roman Schrank: Der Sound ist sicherlich einmal up to date, holt die junge Generation ebenfalls ab – das sieht man relativ genau, wenn man sich ein bisschen mit den Dashboards der unterschiedlichen Anbieter von sozialen Medien auseinandersetzt – und wird im Prinzip eigens entwickelt. Für den Pianosound ist natürlich Jasmin zuständig. Für das Drumming ganz klar: Wir haben Hybrid-Drumming, das heißt sowohl elektronische Drums als auch – ich sage immer Bio-Drums, aber natürlich – das passt, muss auch sein. Und Gitarre, genau. Ebenfalls die Effekte, die da drauf sind, sind Kombinationen. Und das Ganze ergibt im Prinzip eine Soundmischung, die das Publikum gerne hat und abholt.
Wirtschaftsmacher.com: Jetzt sagst du ja, Dance, Rock und Pop sind schon einige Einflüsse. Was ist für euch persönlich vielleicht wirklich der größte musikalische Einfluss für dieses Projekt gewesen? Gibt es irgendwelche gemeinsamen Künstler, bei denen ihr sagt, daher kommt das irgendwie, sodass es nachvollziehbar ist?
Jasmin Neuninger: Einflüsse gibt es bestimmt viele. Im Songwriting kommen wir da auch immer ein bisschen drauf. Roman hat ganz andere Einflüsse als ich. Wir sind natürlich eine andere Generation, aber ich glaube, zwischen uns liegen knapp 20 Jahre. Aber interessanterweise – bei dir war es, glaube ich, auch so – U2 in die Richtung, Coldplay haben wir zum Beispiel gemeinsam. Also Coldplay ist eine meiner Lieblingsbands oder 30 Seconds to Mars zum Beispiel. Also die haben uns sicher, ich würde mal sagen, inspiriert in dem, was wir tun. Aber es ist, wie gesagt, ein ganz eigener Stil. Und das macht es auch oft ein bisschen schwer, wenn die Leute fragen, was macht ihr? Das in einem Wort zu erklären, ist eigentlich fast unmöglich. Man muss es einfach erleben, hören, anhören. Aber so grob gesagt: eine Mischung aus verschiedenen Einflüssen – Pop, Pop-Rock, Balladen, wie die Lisa sagt, Dance. Also es ist für jeden etwas dabei.
Wirtschaftsmacher.com: Und wie ist das Ganze überhaupt entstanden? Sprich: Wie seid ihr euch begegnet und was hat dazu geführt, dass wir heute über euch, also Gentle Glow, sprechen?
Jasmin Neuninger: Da mache ich vielleicht kurz weiter. Also begonnen hat es eigentlich mit meinem Kollegen, dem Roman, und mir 2017. Wir haben uns schon gekannt von diversen Sessions, Coverbands, wo wir teilweise auch mitgewirkt haben, und sind dann draufgekommen, dass wir eine große Gemeinsamkeit haben, nämlich das Songschreiben. Ich hatte damals selber schon einige Eigenkompositionen. Roman hat auch geschrieben, das wusste ich am Anfang eben gar nicht, und wir sind dann zufällig draufgekommen, als ich mich damals auch bei „Die große Chance“ beworben habe, einer Fernsehsendung, die es jetzt auch noch gibt. Und er hat mich dann unterstützt, indem er, glaube ich, den Refrain zu dem Song gemacht hat, der mir noch gefehlt hat. Also so sind wir eigentlich draufgekommen: Wir haben da Gemeinsamkeiten. Und irgendwann war halt der Punkt, wo wir auch gesagt haben, okay, wir wollen nicht mehr nur nachspielen, covern, sondern auch einfach die Songs, die in uns schlummern, wirklich auch zu Papier bringen, zum Publikum bringen, selber schreiben, selber produzieren. Und das ist einfach auch noch einmal eine andere Stufe für uns oder ein anderes Feeling auf der Bühne. Wenn du einen selbst geschriebenen Song vorträgst, ist das für uns halt schon eigentlich eines der schönsten Dinge, die es gibt.
Wirtschaftsmacher.com: Jetzt sagen ja viele Bands, wir machen einfach nur Musik, sind vielleicht auch nur Hobbymusiker. Bei euch ist das ja um einiges professioneller zutage getreten. Was ist eure Botschaft, die ihr mit euren Songs wirklich transportieren möchtet?
Lisa Rosay: Auf jeden Fall sollen die Leute einfach mit einem guten Gefühl rausgehen, also ein positives Gefühl irgendwie mitnehmen, eine gute Stimmung. Wir haben alle rundherum, was alles so passiert in der Welt – das kann einen eh ganz schön runterziehen. Aber einfach, um den Leuten etwas Positives zurückzugeben, das ist schon mal – wenn das gelingt – wirklich ein großes Geschenk.
Wirtschaftsmacher.com: Gibt es Fanreaktionen oder Zuspruch, den ihr bekommt? Oder besondere Live-Momente?
Roman Schrank: Einen besonderen Moment gibt es natürlich auch. Da denke ich jetzt an ein Konzert, wo uns am Schluss ein Radioreporter interviewt hat. Und da hat eine Zuhörerin gemeint: „Also, zuerst beginnen sie ganz sanft und ruhig, aber dann wird es immer intensiver und auf einmal macht es Wumms. Das hat mich voll die Kanone abgeholt.“ Das ist natürlich schon eine Reaktion, die vielleicht charakterisiert, wie bei uns Songs zum Beispiel aufgebaut sind. Sie beginnen oft ruhig, aber enden mit Sicherheit sehr intensiv. Es geht um ein Gänsehaut-Feeling, das man dabei bekommen kann. Ich bin auch immer der Meinung, dass – auch wenn wir gesellschaftskritische Texte in unseren Songs haben – man das musikalisch so verpacken kann, dass die Menschen mit einem guten Gefühl rausgehen und nicht traurig oder was auch immer werden. Ich glaube, das entspricht nicht der heutigen Zeit.
Wirtschaftsmacher.com: Songs mit viel Wumms und Charakter – führ uns doch gleich einmal ein bisschen durch diesen kreativen Prozess dahinter. Wie schaut das aus: Songwriting bei euch? Wirklich von der Entstehung bis hin live ausgespielt, vorgetragen und eventuell auch auf Spotify?
Roman Schrank: Na ja, entweder fällt der Jasmin spontan etwas am Klavier ein oder mir fällt spontan etwas auf der Gitarre ein. Oft ist es so, dass wir gemeinsam irgendwo vor uns hin spielen und auf einmal fällt uns beiden gleichzeitig etwas ein. Wichtig ist eines: dass ein Handy irgendwo griffbereit in der Nähe ist, damit man das aufnehmen kann und es nicht wieder vergisst. Das ist einmal das eine. Dann kommt es dazu, dass man am Anfang ja noch nicht gleich einen Text dazu hat, sondern einmal die Melodie, die Hookline. Oft fällt ihr eine hervorragende Bridge ein oder etwas in die Richtung, oder uns gemeinsam eine Hookline für den Refrain. Das ist einmal das eine, aber dann kommt natürlich ein bisschen die Knochenarbeit, nämlich das Arrangieren, das Texten. Da steckt natürlich schon mehr Arbeit dahinter. Und in dem Moment, wo es arrangiert ist, geht das ab in unser Studio nach Hamburg, wo unser Produzent sitzt. Man kann es ja durchaus auch sagen: Nicht jeder Song von uns ist es wert, dass man ihn produziert. Im Schnitt sind es vielleicht alle 10 bis 20 Songs, bei denen der Produzent sagt: Das ist es. Das machen wir dann auch.
Wirtschaftsmacher.com: Wenn wir jetzt noch einmal ganz kurz über das Musikbusiness oder die Musikbranche im Allgemeinen sprechen: Was bedeutet da konkret für euch Professionalität, aber eben auch Zuverlässigkeit? Und wie interpretiert ihr das? Wie zeigt ihr das?
Jasmin Neuninger: Ich glaube, das sind zwei ganz, ganz wichtige Faktoren, weil man ohne Zuverlässigkeit und ohne Professionalität nicht weiterkommt. Bis zu einem gewissen Grad vielleicht schon, aber irgendwann steht man, glaube ich, an. Und die Leute, das Publikum, erkennen sehr wohl, was professionell ist. Ja, natürlich ist es auch wichtig, mit wem man zusammenarbeitet, mit wem man sich umgibt, mit welchen Kooperationspartnern, welches Studio man auswählt. Also das war für uns natürlich auch viel Arbeit und ist es eigentlich jeden Tag, weil wir jeden Tag vor neuen Herausforderungen stehen und damit konfrontiert werden: Was ist möglich? Es ist ja ein irrsinnig großes Genre, und man muss sich dann irgendwie auch definieren – welchen Weg geht man, mit wem geht man diesen Weg. Wir haben zum Glück ein tolles Studio in Hamburg gewählt und sind dort sehr zufrieden, sehr gut aufgehoben. Wir hoffen, dass wir in den nächsten Jahren ganz viele neue Songs produzieren können.
Lisa Rosary: Ich glaube, für uns war es auch ganz wichtig, dass man ein bisschen über die Landesgrenzen hinausschaut, was es da so für Möglichkeiten gibt. Das hat uns, glaube ich, auch voll geholfen. Vielen Dank. Weil wir einfach auch mit unserer Musik über die Landesgrenzen hinausgehen wollen, das in die Welt hinausbringen wollen.
Wirtschaftsmacher.com: Wurde sie bisher auch schon international gespielt?
Jasmin Neuninger: Ja, aktuell. Wir laufen, wir laufen.
Roman: Es ist schon immer eine Challenge, so eine internationale Radiobemusterung zu machen. Aber ja, es funktioniert. Wir haben jetzt bei dem Weihnachtssong „Time of Wonder“ durchaus 49 Radiostationen, von denen ich weiß, dass unser Song dort zwei- bis dreimal täglich gespielt wird. Da gibt es glücklicherweise Radio-Monitoring-Seiten, wo man das nachvollziehen kann. Und das tut gut. Wenn man weiß – man muss sich wirklich bedanken heutzutage dafür, dass man im Radio gespielt wird. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Ich höre immer wieder auch Argumente wie: Das passt nicht in unser Programm und so weiter. Oder eben: Ja super, her damit, das machen wir. Und dasselbe gilt natürlich auch für die Playlist-Kuratoren auf Spotify. Das ist in der heutigen Zeit – wenn wir schon über Radio sprechen – ein ganz wichtiger Anbieter von Musik und überhaupt nicht wegzudenken. Ich bin froh, wenn es mir gelingt, einen Playlist-Kurator zu bekommen, sodass ich auf eine Playlist raufkomme. Für jede bin ich dankbar, ob das jetzt eine mit vielen oder wenigen Followern ist, das ist mir eigentlich egal. Hauptsache ist, man ist oben.
Wirtschaftsmacher.com: Auch noch einmal kurz zurück zum Thema Live-Auftritte: Wir haben vorhin schon einmal ein Erlebnis angesprochen. Gibt es darüber hinaus noch irgendetwas Besonderes? Live-Momente oder einfach Zuspruch von Fans, bei denen ihr sagt, das hat uns besonders geprägt? Gibt es vielleicht auch Ausschnitte aus Videomaterial, das uns für die Sendung zur Verfügung steht?
Jasmin Neuninger: Haben wir aktuell, ja. Von unserem letzten Konzert zum Beispiel in Wien. Also ich glaube, das war sicher einer unserer Höhepunkte – oder auch das Donauinselfest in Wien. Das ist schon … ja, vor allem, wenn du merkst, das Publikum geht mit. Also es gibt für uns als Musiker, als Musikschaffende eigentlich nichts Schöneres, als auf der Bühne zu stehen. Einfach dieses Feeling – es geht uns um nichts anderes. Also das reflektiert zum Publikum. Du bekommst diese Power zurück. Und ich glaube, jeder – es werden wahrscheinlich auch einige musikschaffende Zuschauer wissen, wovon wir reden – das ist eines der schönsten Gefühle. Und deswegen machen wir Musik, deswegen sind wir hier. Und wir wünschen uns einfach ganz, ganz viele mehr Momente. Vielen Dank.
Lisa Rosary: Wenn sich das dann so gegenseitig aufschaukelt – du gibst etwas und es kommt so viel zurück, und dann gibt es noch mehr. Das war wirklich, vor allem beim letzten Konzert, einfach so ein Hochschaukeln. Ich glaube, zum Schluss waren wir alle irgendwie da oben.
Jasmin Neuninger: Und das Beste ist, wenn sie zum Schluss noch mehr wollen, wenn sie sagen, es hätte noch länger dauern können, dann weiß man, man hat alles richtig gemacht.
Lisa Rosary: Und wenn die Leute dann einfach nur mehr positive Sachen zu einem sagen – also das ist einfach richtig schön.
Andrea Váry: Ja, das ist das schönste Gefühl. Dann hat sich die Bühne einfach bewegt. Und wir haben bei unserer Dance-Nummer auch mitgetanzt.
Jasmin Neuninger: Ich glaube, was man vielleicht auch erwähnen kann – was mich halt auch immer sehr freut –, ist, wenn das Publikum dann wirklich sagt: „Hey, ich möchte ein Kapperl von euch“, weil wir haben ja T-Shirts oder irgendwelche Merch-Artikel. Und dann gehen sie danach hin und sagen: „Hey, ich möchte gerne die Musik mit nach Hause nehmen.“ Da werden wir ein bisschen Teil von jemand anderem, und das ist einfach wunderschön. Es gibt schon so viele, wie wir gesagt haben, die Musik machen. Das ist für uns wirklich etwas Besonderes, und wir sind wirklich dankbar für jeden, der zu den Konzerten kommt, der sagt, er unterstützt uns, unseren musikalischen Werdegang, und möchte mehr von uns hören. Das ist wirklich das Allerschönste.
Roman Schrank:
Live ist natürlich – ich sage einmal – live ist live, ganz klar. Es ist aber auch das Zusammenspiel auf der Bühne. Wir sind ja da irgendwo in der zweiten Reihe, denn in der ersten Reihe haben wir sozusagen unsere beiden Sängerinnen. Aber wir zwei haben natürlich auch in der zweiten Reihe unser …
Andrea Váry: Ja, wir haben beide Solo gespielt und auf einmal bin ich so nach hinten gekippt, habe mein Gewicht verloren, und ich habe schnell zu Roman greifen müssen, damit ich nicht umfalle. Dann habe ich ihn natürlich mitgezerrt, aber wir haben es schon geschafft.
Roman Schrank: Ich konnte es retten und weiterspielen.
Jasmin Neuninger: Das ist sogar auf Video?
Andrea Váry: Ja, das ist sogar auf Video.
Jasmin Neuninger: Also Bassgitarre und hohe Schuhe – die Kombination hat es gekostet.
Andrea Váry: Ich mache Vertretung in der Musikschule bei uns – und ich sage immer den Kindern: Egal, was auf der Bühne passiert, einfach weiterspielen. Ich habe Erfahrung, das ist wichtig. Korrekt. Genau, einfach weiterspielen.
Wirtschaftsmacher.com: Womit wir auch wieder beim Thema Professionalität sind.
Jasmin Neuninger: Ja, schon. Also wir geben wirklich unser Bestes. Wir arbeiten nach jedem Konzert und reflektieren uns: Okay, was können wir besser machen? Aha, das Mikro war wieder auf der falschen Seite, dann müssen wir es nächstes Mal dorthin stellen. Die Performance – wir analysieren immer wieder, weil man nur so besser werden kann. Und einfach, dass die Leute für das Geld, das sie für die Konzerte bezahlen, auch wirklich eine Show geliefert bekommen.
Andrea Váry: Und auch jetzt mit der richtigen Choreografie auf der Bühne.
Jasmin Neuninger: Also Andrea und Roman machen mit den Gitarren auch sehr coole Sachen. Und das ist vielleicht auch so: Wenn man merkt, dass die Musiker – natürlich wir selbst – Spaß auf der Bühne haben, das pusht ja gegenseitig, das pusht das Publikum, uns – das schaukelt sich da wirklich so auf. Ich glaube, das spürt man.
Roman Schrank: Es ist dann drei, vier Uhr in der Früh. Man ist sehr müde, aber man ist so aufgeputscht, dass man noch gar nicht schlafen kann.
Lisa Rosary: Man versucht verzweifelt, noch irgendein Lokal zu finden, wo man etwas zum Essen bekommt. Meistens eine Tankstelle.
Roman Schrank: Letztens sind wir von einer Rund-um-die-Uhr-Tankstelle im Café gelandet.
Jasmin Neuninger: Zu Morgen, ja. Also die Arbeit danach und davor sehen natürlich viele nicht. Es ist wirklich – vom Aufwand her darf man nicht rechnen. Aber ich glaube, wir machen das alle von Herzen gern. Das ist von Herzen. Wenn man das vom Publikum zurückbekommt, lohnt sich jede Sekunde, die wir da investieren und auf der Bühne stehen.
Wirtschaftsmacher.com: Und trotzdem gibt es auch einen kleinen Wehmutstropfen, nämlich – so wie Falco einst schon einmal sagte – das Musikgeschäft ist alles nur Schall und Rauch. Deswegen digitale Plattformen wie Instagram oder Website: Wie wichtig ist das für euch? Und vor allem, was zeigt ihr dort, um auch wirklich dieses Live-Erlebnis den Fans ein Stück weit näherzubringen?
Roman Schrank: Ich würde meinen, dass gerade Instagram und TikTok sehr wichtig sind. Natürlich kann man Kurzvideos von Live-Auftritten reinstellen, das tun wir auch. Aber ich glaube, sie haben auch eine ganz andere Funktion: Was spielt sich hinter den Kulissen ab? Wie schaut es denn bei ihnen im Proberaum aus? Was passiert bei einer Geburtstagsfeier von einem unserer Mitglieder? Also private Einblicke. Aber gleichzeitig – und das kannst du mit einem Konzert auch nicht mitliefern –: In welchen internationalen Radios wirst du denn wirklich gespielt? Dafür sind diese Netzwerke meiner Meinung nach recht gut, auch zum Ankündigen von Konzerten.
Lisa Rosary: Auch die Reichweite – dass man nicht irgendwie, ja, man spielt jetzt irgendwo, auch wenn es jetzt Wien ist, dass das überhaupt die Leute mitbekommen. Es ist halt da ganz anders. Du kannst ein Publikum ansprechen, das vielleicht – vor allem die jüngere Generation – oft viel Zeit am Handy verbringt, und bekommst da auch eine ganz andere Rückmeldung. Die würden vielleicht nicht zu unseren klassischen Konzerten kommen, aber so hat man einfach auch ein bisschen Feedback. Da kommen wir auch beim jungen Publikum sehr gut an, wie wir mittlerweile wissen. Und eben das Internationale, das hat man natürlich dann auch gleich abgedeckt.
Roman Schrank: Das ist das Erstaunliche – das junge Publikum.
Jasmin Neuninger: Aber wir haben eigentlich alles gemischt, wenn wir ehrlich sind. Wir verbinden auch irgendwie Generationen, weil eigentlich alle Altersgruppen zu uns kommen.
Lisa Rosary: Ja, auch durch die Musik, weil einfach ein frischer Sound dabei ist. Ein paar Rock-Elemente, die vielleicht auch ältere Leute ansprechen, wie auch immer.
Jasmin Neuninger: Natürlich hast du auf den sozialen Medien bei dem einen Kanal, Facebook, eher ein bisschen die „ältere“ Generation. Auf TikTok natürlich die Jüngeren – da haben wir den Unterschied. Aber live sind alle vertreten.
Roman Schrank: Connecting Generations.
Wirtschaftsmacher.com: … ist das Motto bei euch?
Roman Schrank: Ja.
Wirtschaftsmacher.com: Und jetzt plant ihr ja noch ein bis zwei Songs aufzunehmen, um vielleicht auch wirklich ein vollständiges Album zu formen. Gibt es bereits ein konkretes Konzept, das man mit dem kommenden Release 2026 verbindet?
Jasmin Neuninger: Also mindestens ein bis zwei – ich habe mir mehr vorgestellt.
Roman Schrank: Vier bis fünf.
Jasmin Neuninger: … fehlen noch bis zum Album.
Roman Schrank: Ich würde sagen, das Konzept beizubehalten, das wir bis jetzt verfolgt haben. Das hat uns Erfolg gebracht – eben Step by Step, wie ich zuerst gesagt habe.
Jasmin Neuninger: Kleine Ziele stecken.
Wirtschaftsmacher.com: Und wenn man jetzt fünf Jahre in die Zukunft blicken würde – wo seht ihr euch, wo seht ihr Gentle Glow? Vielleicht auch im Hinblick auf mehr Konzerte in Österreich. Was sind eure Wünsche und Ziele?
Jasmin Neuninger: Ja, natürlich mehr Konzerte in Österreich – überall dort, wo unsere Musik gerne gehört wird, fahren wir hin.
Roman Schrank: Aber du hast den Zustand bereits beschrieben. Im Prinzip ist es dieses Feeling zu haben – dieses Live-Feeling auf der Bühne, wo man sozusagen aus sich herausgehen kann, direkte Rückmeldung bekommt, das Feedback des Publikums. Wenn es das öfter gibt – im Jahr, öfter im Monat –, dann ist das etwas. Das ist das, was …
Jasmin Neuninger: Es ist schon ein Unterschied. Wir haben natürlich im Proberaum auch viel Spaß, aber live auf der Bühne ist es etwas anderes. Wir gehen rauf und man merkt, es kommt diese Power. Du weißt, du gehst jetzt raus und gibst alles, musst alles geben – und das ist einfach wirklich unbeschreiblich. Also es ist zwar mega anstrengend davor und danach, aber du fällst dann tot ins Bett an dem Abend. Aber es ist dieser Moment. Und ich finde, die Zeit vergeht auf der Bühne so schnell – es ist so: Okay, wir sind schon beim letzten Song, und wir haben gerade erst angefangen. Also wir könnten wirklich einfach … ja. Dieses Feeling könnte man eigentlich jeden Tag haben.
Roman Schrank: Ja, Dopamin lässt einen glühen. Damit ist eh alles gesagt. Du bist ja genauso.
Jasmin Neuninger: Musik ist unsere Droge.
Roman Schrank: Ja.
Wirtschaftsmacher.com: Das heißt für alle Veranstalter, die noch auf der Suche nach Bands oder vielleicht direkt nach euch sind: Wie sollte man am besten in Kontakt treten?
Jasmin Neuninger: Ja, also wir haben natürlich unsere Website. Es gibt sehr viele Wege. Wir haben Telefonnummern, eine E-Mail-Adresse – office@gentleglow.at zum Beispiel. Man kann uns gerne schreiben. Wir haben unseren Fanclub auf Instagram, Facebook, TikTok – also alle Kanäle. Am besten wahrscheinlich per E-Mail oder anrufen. Wir haben auch die Telefonnummer auf der Website. Also wir sind da wirklich offen, wir reden auch gerne mit den Leuten – das ist am einfachsten vom Kontakt her. Aber einfach, wie man möchte. Gerne eine E-Mail mit einer Anfrage schicken – wir antworten normalerweise innerhalb von ein bis spätestens zwei Tagen. In der Regel versuchen wir aber, am selben Tag zu antworten.
Wirtschaftsmacher.com: Super, dann sage ich einmal vielen Dank, liebe Jasmin, Lisa, Roman und Andrea. Vielen Dank für das Interview.
Roman Schrank: Wir sagen danke für die Einladung.
Jasmin Neuninger: Dann alles Gute für euch.
Weitere Einblicke zu Gentle Glow sowie aktuelle Konzerttermine und Releases: www.gentleglow.at





















