Digitale Transformation ist im Mittelstand längst kein abstraktes Zukunftsthema mehr – sie entscheidet über den Fortbestand zahlreicher Unternehmen über Generationen hinweg. Barbara Haiden steht exemplarisch für eine neue Generation von Beraterinnen, die mittels Prozessoptimierung und nachhaltiger Strategie KMUs fit für die Nachfolge und den wirtschaftlichen Wandel macht. Im Interview auf Wirtschaftsmacher.com spricht sie offen und faktenbasiert über Herausforderungen, Chancen und den echten Weg zu nachhaltigem Unternehmenserfolg.
Wirtschaftsmacher.com: Frau Haiden, wie definieren Sie erfolgreiche Unternehmensnachfolge im digitalen Zeitalter?
Barbara Haiden: Im Kern geht es darum, nicht nur die rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Aspekte der Nachfolge zu regeln, sondern das Unternehmen auch organisatorisch und technologisch auf die nächste Generation vorzubereiten. Digitalisierung ist dabei kein Selbstzweck; erst solide Prozesse bilden die Basis, auf der nachhaltiges Wachstum und eine gelungene Übergabe aufgebaut werden können. Unternehmen, die sich frühzeitig mit Prozessmanagement und ISO 9001-zertifizierter Struktur auseinandersetzen, gewinnen entscheidende Vorteile – sowohl im Generationenwechsel als auch in der alltäglichen Wertschöpfung.
Wirtschaftsmacher.com: Viele KMU-Eigentümer zögern beim Thema Digitalisierung und Nachfolge. Wo liegen aus Ihrer Sicht die größten Hürden?
Barbara Haiden: Die größten Herausforderungen sind das Loslassen und die Unsicherheit im Umgang mit neuen Technologien. Viele Eigentümer haben in ihren Betrieben lange auf bewährte Abläufe vertraut und sehen wenig Grund, eingefahrene Wege zu verlassen. Gleichzeitig fehlen oft Zeit und Ressourcen, um digitale Tools und optimiertes Prozessmanagement einzuführen und zu dokumentieren. Hier unterstütze ich gezielt, indem ich nicht nur Konzepte entwickle, sondern gemeinsam mit den Kunden die Umsetzung in den Alltag integriere. Vor allem Transparenz und kontinuierliche Kommunikation sind dabei zentral.
Wirtschaftsmacher.com: Wie kann ein strukturierter Prozess die Unternehmensbewertung und einen erfolgreichen Verkauf positiv beeinflussen?
Barbara Haiden: Ein gut vorbereiteter Übergabeprozess, der auf klar dokumentierten Abläufen basiert, macht ein Unternehmen nicht nur für Nachfolger attraktiv, sondern sorgt auch für eine realistische und transparente Bewertung im M&A-Prozess. Das sogenannte „Braut aufhübschen“ mag kurzfristig helfen, doch nachhaltige Werte entstehen durch klare Prozesse und Standards, die den Fortbestand sichern – unabhängig vom Kaufpreis. In der Beratung achte ich deshalb besonders darauf, dass Nachfolge, Verkauf und Wachstum Hand in Hand mit echter Prozessoptimierung gehen.
Wirtschaftsmacher.com: Sie beraten auch Gründerinnen im Agrar-, Biotech- und Life-Science-Sektor. Wie unterscheiden sich die speziellen Anforderungen hier?
Barbara Haiden: Gerade im wissenschaftlich geprägten Umfeld sehe ich häufig, dass betriebswirtschaftliche und administrative Themen unterschätzt werden und oft wichtige Basics fehlen: eine Idee, wohin die Reise gehen soll und wie man dahin kommt, zB mit klarer Kostenplanung und einem Schritt-für-Schritt-Fahrplan. Viele Teams fokussieren sich auf ihre Forschung und lassen die „unliebsamen“ Themen wie Strategie, Finanzen oder gar Regulatorisches links liegen. Hier helfe ich, all das ebenfalls von Beginn an sinnvoll aufzusetzen. Mit einfachen Checklisten, verständlichen Prioritäten und einem realistischen Zeitplan vermeiden wir typische Stolperfallen und halten den Fokus auf das, was das Start-up wirklich voranbringt.
Wirtschaftsmacher.com: Und welche Hürden adressieren Sie für Gründerinnen – besonders mit „MamaGründet“?
Barbara Haiden: Bei jungen Gründerinnen, vor allem Müttern mit kleinen Kindern, ist Zeit die knappste Ressource. Sie brauchen strukturierte Fahrpläne und möglichst viel Unterstützung. Mit MamaGründet gebe ich praxisnahe Tipps aus meiner eigenen Erfahrung, begleite die Entwicklung von der Idee bis zur Umsetzung und biete eine Community, die echten Rückhalt und Know-How bietet. Die größte Herausforderung bleibt: Komplexität reduzieren, Schritt für Schritt vorgehen und klassische Gründerfallen vermeiden.
Wirtschaftsmacher.com: Abschließend – was ist Ihr persönlicher Antrieb für die tägliche Arbeit mit Unternehmen und Gründerinnen?
Barbara Haiden: Mich motiviert die Möglichkeit, Unternehmerinnen und Unternehmer auf Augenhöhe durch den Wandel zu begleiten und dabei echte Ergebnisse zu erzielen. Ich habe selbst erfahren, wie unbefriedigend „Schubladen-Konzepte“ sind. Deshalb stehe ich – auch als Interim Managerin – für eine Beratung, die wirklich umgesetzt wird. Egal ob Nachfolge, Strategie, Prozessoptimierung oder Gründung: Am Ende zählt, dass nachhaltige Strukturen geschaffen werden, die den Unternehmen, den Menschen und der Region dauerhaft nutzen.
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