Was passiert, wenn Leidenschaft, Veränderung und Unternehmergeist aufeinandertreffen? Im Gespräch mit WirtschaftsmacherTV sprechen Fabian Hain und Florian Mayer über ihren Weg ins Unternehmertum, die Veränderungen im Recruiting und die Herausforderungen, junge Talente heute erfolgreich anzusprechen. Dabei wird schnell klar: Die größten Hürden bei der Mitarbeitergewinnung beginnen oft lange vor der eigentlichen Stellenanzeige.
Ein Wendepunkt, der alles veränderte
Manchmal entstehen neue Wege dort, wo ursprünglich ganz andere Pläne lagen. Für Fabian Hain war die Corona-Zeit ein entscheidender Wendepunkt. Während sich die Rahmenbedingungen im Sport veränderten, verschob sich auch die Nachfrage seiner Sponsoren. Plötzlich standen nicht mehr Wettkämpfe im Mittelpunkt, sondern Inhalte für Social Media. Gemeinsam mit Florian Mayer entwickelte sich daraus Schritt für Schritt ein neuer unternehmerischer Fokus. Heute beschäftigen sich beide in ihrem Unternehmen HFMEDIA GmbH intensiv mit digitalem Marketing, Employer Branding und der Frage, wie Unternehmen die richtigen Mitarbeiter erreichen können.
Warum viele Stellen trotzdem unbesetzt bleiben
Obwohl Stellenanzeigen heute überall verfügbar sind, kämpfen viele Unternehmen weiterhin mit Personalmangel. Für Hain und Mayer liegt das Problem oft nicht in der Sichtbarkeit, sondern in der Kommunikation.
„Man findet tausende Stellenanzeigen, aber es bleiben trotzdem so viele unbesetzt.“
Viele Arbeitgeber würden noch immer versuchen, mit austauschbaren Benefits oder standardisierten Inseraten Aufmerksamkeit zu erzeugen. Doch gerade jüngere Generationen suchen nach etwas anderem. Sie wollen verstehen, wer hinter einem Unternehmen steht, wie gearbeitet wird und ob die Unternehmenskultur zu ihnen passt.
Menschen interessieren sich für Menschen
Für Fabian Hain und Florian Mayer beginnt erfolgreiches Recruiting dort, wo Unternehmen bereit sind, echte Einblicke zu geben. Nicht Hochglanzbroschüren oder perfekt formulierte Stellenanzeigen seien entscheidend, sondern Authentizität. „Du musst vor allem den Vibe der Firma wiedergeben.“ Wer potenzielle Bewerber erreichen möchte, müsse zeigen, wie der Arbeitsalltag aussieht, welche Menschen im Unternehmen arbeiten und welche Geschichten hinter Produkten oder Dienstleistungen stecken. Genau hier würden viele Betriebe ihr eigenes Potenzial unterschätzen, weil sie die Besonderheiten ihres Alltags längst als selbstverständlich ansehen.
Follower sind nicht der Maßstab für Erfolg
Ein weiterer spannender Aspekt des Gesprächs betrifft die Entwicklung sozialer Medien. Während viele Unternehmen noch immer großen Wert auf Followerzahlen legen, sehen Hain und Mayer darin längst nicht mehr die wichtigste Kennzahl. Provokant formuliert Fabian Hain: „Meine Follower sind eigentlich tot in der heutigen Zeit.“ Entscheidend sei heute vielmehr, ob Inhalte relevant genug sind, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Reichweite allein habe wenig Wert, wenn daraus weder Bewerbungen noch Kundenanfragen entstehen. Deshalb müsse Marketing messbar werden.
„Wenn der Kunde Marketing als Investment betrachten kann, dann wird es interessant, weil dann ist es eine Rechenaufgabe.“
Die Zukunft entscheidet sich heute
Am Ende des Gesprächs wird deutlich, dass es Fabian Hain und Florian Mayer nicht nur um Recruiting oder Marketing geht. Es geht um die Fähigkeit, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und sich auf neue Generationen einzustellen.
„Die Zukunft liegt halt in der Gen Z und den danach folgenden Generationen.“
Wer junge Talente gewinnen möchte, müsse bereit sein, umzudenken und neue Kommunikationswege zuzulassen. Unternehmen, die verstehen, wie junge Menschen Informationen konsumieren und Entscheidungen treffen, hätten langfristig einen klaren Vorteil. Im vollständigen Interview sprechen Fabian Hain und Florian Mayer außerdem über ihren unternehmerischen Weg, die Veränderungen in den sozialen Medien und darüber, warum viele Unternehmen noch immer auf Kennzahlen schauen, die längst nicht mehr über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Ein Gespräch über Wandel, Unternehmertum und die Herausforderungen einer neuen Arbeitswelt.