Viele Gastronomiebetriebe investieren in hochwertige Maschinen, doch beim Espresso entscheidet letztlich die Qualität der Kaffeebohne und das Know-how im Umgang mit dem Setup. Matthias Pamer spricht im Interview über die Hintergründe echter Kaffeequalität im B2B-Bereich und erklärt, wie ein stimmiges Gesamtkonzept aus direktem Handel, individueller Beratung und Schulung entscheidend für einen überzeugenden Geschmack ist. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie Hotels und Restaurants ihren Gästen tatsächlich einen Premiumkaffee bieten können und warum Transparenz und Nachhaltigkeit für die Markenpositionierung künftig unerlässlich werden.
Wirtschaftsmacher.com: Herr Pamer, viele Hotels und Restaurants verwenden modernste Maschinen, aber der Espresso enttäuscht die Gäste. Woran liegt das aus Ihrer Sicht?
Matthias Pamer: Häufig wird davon ausgegangen, dass die Kaffeemaschine allein für die Qualität verantwortlich ist. Doch die Maschine ist nur ein Teil der Kette. Entscheidend ist in erster Linie die Herkunft und Qualität der Kaffeebohne. Der Fehler vieler Betriebe liegt darin, dass sie zwar viel Geld in Technik investieren, aber bei den Bohnen auf günstigen Industriekaffee zurückgreifen. Gerade in der gehobenen Gastronomie und Hotellerie kann das den Gesamteindruck massiv beeinträchtigen. Aus diesem Grund setzen wir bei Pamer’s Kaffeerösterei auf Premium-Kaffee, der direkt und fair gehandelt wird, und bieten darauf abgestimmte Beratung, damit wirklich jede Komponente zusammenpasst.
Wirtschaftsmacher.com: Welche Rolle spielt Beratung, wenn ein Unternehmen sein Kaffeeangebot optimieren möchte?
Matthias Pamer: Beratung ist essenziell, besonders für Unternehmen, die sich klar im Premiumsegment positionieren möchten. Es beginnt meist mit einer Analyse des Betriebs, der Speisekarte und einem Abgleich mit den Zielvorstellungen des Hauses. Wir entwickeln individuelle Kaffeekonzepte, die sowohl die passende Bohne als auch das Equipment und die Mitarbeiterqualifikation umfassen. Vor Ort passen wir dann die Maschinenparameter optimal auf die ausgewählten Kaffees an und führen Barista-Schulungen durch. So erzielen Gastronomie und Hotellerie nicht nur herausragenden Geschmack, sondern steigern auch Wirtschaftlichkeit und Markenbindung durch ein neues Kaffeeerlebnis.
Wirtschaftsmacher.com: Inwiefern sind Transparenz und direkter Handel für B2B-Kunden relevant?
Matthias Pamer: Transparenz und direkter Handel sind für viele Betriebe längst keine Nischenthemen mehr, sondern entscheiden über Glaubwürdigkeit und Differenzierung. Unsere Kunden schätzen, dass sie wissen, woher ihr Specialty Coffee stammt und welche Projekte damit vor Ort unterstützt werden. Durch die enge Zusammenarbeit mit Kooperativen etwa in Ruanda oder Kenia können wir Rückverfolgbarkeit, faire Bezahlung und konstant hohe Qualität gewährleisten. Hotels und Restaurants profitieren dadurch doppelt: einmal durch ein authentisches Produkt, zum anderen können sie das Thema Nachhaltigkeit elegant in ihr Kommunikationskonzept integrieren und so gegenüber Gästen glaubwürdig auftreten.
Wirtschaftsmacher.com: Wie entstehen individuelle Kaffeekonzepte konkret und was macht diese im Alltag aus?
Matthias Pamer: Jedes Konzept beginnt mit einem intensiven Austausch. Wir lassen uns auf den Betrieb ein, erfassen die Anforderungen und entwickeln darauf aufbauend eine abgestimmte Lösung. Ob fruchtige Espresso-Profile oder schokoladige Röstungen, entscheidend ist stets, dass die Bohne und alle Komponenten zum gastronomischen Stil und zum Gästekreis passen. Alle Mitarbeitenden werden speziell geschult, damit die Zubereitung auch tatsächlich konstant gelingt. Das schließt Support bei Störungen, schnelle Lieferung bei Engpässen und eine familiäre Betreuung mit ein. Am Ende steht ein individuelles Kaffeeangebot, das sich nicht nur geschmacklich, sondern auch in seiner Wirkung auf die Gäste und die Wirtschaftlichkeit deutlich abhebt.
Wirtschaftsmacher.com: Werden Begriffe wie fair gehandelter Kaffee, nachhaltige Produktion und Exklusivität in Zukunft entscheidender für den B2B-Erfolg?
Matthias Pamer: Diese Trends sind bereits spürbar und gewinnen weiter an Bedeutung. Gäste hinterfragen immer mehr, was hinter dem Produkt steht. Betriebe, die auf hochwertige Kaffeeröstereien und transparente Herkunft setzen, heben sich nachhaltig ab. Fair gehandelter Kaffee oder sogar direkt gehandelter Kaffee stärkt das bewusste Gästeerlebnis und macht aus dem vermeintlichen Nebenthema Kaffee ein echtes Differenzierungsmerkmal. In der gehobenen Gastronomie, Hotellerie und bei Unternehmen, die das Thema Mitarbeiterbindung ernst nehmen, wird Premiumkaffee künftig kein Nice-to-have, sondern ein integraler Bestandteil der Markenführung sein.
Wirtschaftsmacher.com: Vielen Dank für das Gespräch!
Weitere Informationen zu individueller Kaffeeberatung, Spezialitätenkaffee und individuellen Kaffeekonzepten finden Interessierte auf www.pamerskaffeeroesterei.de.
Impressum:
Matthias Pamer
Pamer’s Kaffeerösterei
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E-Mail: Info@pamerskaffeeroesterei.de
Website: www.pamerskaffeeroesterei.de