Das zielgerichtete Programmieren von Schweißrobotern entwickelt sich mehr und mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor der Industrie. René Rosenlechner von René’s Robotics berichtet im Interview, wie durch durchdachte Roboterintegration Produktionsprozesse optimiert werden können und wie KI sowie Cobots als Zukunftstrends die Schweißtechnik revolutionieren. Das Gespräch gewährt einen praxisnahen Einblick in Herausforderungen, Entwicklungen und Chancen der modernen industriellen Robotik.
Wirtschaftsmacher.com: Herr Rosenlechner, warum ist das Schweißroboter-Programmieren aktuell so ein zentrales Thema in der Industrie?
René Rosenlechner: Der große Bedarf an qualitativ hochwertig ausgebildeten Schweißern trifft auf eine immer größere Lücke an verfügbaren Fachkräften. Das Programmieren von Schweißrobotern hilft, diese Lücke zu schließen, indem Prozesse automatisiert werden und eine gleichbleibende Qualität gewährleistet wird. Gleichzeitig steht die Technik selbst im Fokus: Nicht nur das Programmieren, sondern auch das Verstehen der richtigen Schweißparameter, etwa Anstellwinkel oder Stromeinstellungen, ist für eine effiziente Fertigung unerlässlich. Meine Erfahrung zeigt: Wer Roboter versteht und individuell auf die jeweilige Anwendung anpasst, öffnet für Unternehmen neue Effizienzpotenziale, die weit über reine Kosteneinsparungen hinausgehen.
Wirtschaftsmacher.com: Welche konkreten Herausforderungen begegnen Unternehmen beim Einstieg in die Schweißrobotik?
René Rosenlechner: Erfahrungsgemäß unterschätzen viele Firmen die Komplexität hinter einer erfolgreichen Roboterintegration. Es reicht nicht, einen Roboter zu kaufen und ihn in die Produktionsstraße zu stellen. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, Prozesse zu analysieren, den Vorrichtungsbau so zu planen, dass der Roboter optimal arbeiten kann, und eng am tatsächlichen Bedarf zu programmieren. Hier fehlt oft das Know-how, sowohl im Umgang mit der Maschine als auch im Zusammenspiel von Werkstoff, Schweißverfahren und Robotik. Genau an dieser Schnittstelle komme ich ins Spiel, von der Beratung zum Vorrichtungsbau bis hin zu individuellem Schweißtraining und der Betreuung bei Montage oder Vor-Ort-Schulungen.
Wirtschaftsmacher.com: Wie begegnen Sie dem Vorurteil, Robotik nehme Arbeitsplätze weg und sei nur für Großunternehmen sinnvoll?
René Rosenlechner: Das ist meiner Meinung nach ein überholtes Bild. Schweißroboter ersetzen nicht die qualifizierten Fachkräfte, sondern unterstützen sie. Es gibt Aufgaben, die kein Roboter übernehmen kann, genauso wie es Prozesse gibt, die ohne Automation wirtschaftlich nicht mehr darstellbar sind. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen können von effizienter Robotik profitieren, indem sie ihre Mitarbeitenden entlasten, Kapazitäten steigern und die Qualität nachhaltig sichern. Ein wichtiger Punkt ist dabei die gezielte Schulung: Mein Schweißtraining richtet sich immer individuell nach den Bedürfnissen der Belegschaft, um Ängste abzubauen und Kompetenzen aufzubauen.
Wirtschaftsmacher.com: Welche Trends prägen aktuell den Bereich der Schweißrobotik – und wo sehen Sie die Zukunft?
René Rosenlechner: Die Trends sind klar: Künstliche Intelligenz wird zunehmend ins Programmieren von Schweißrobotern integriert, wodurch nicht nur die Steuerung, sondern auch die Optimierung der Schweißprozesse intelligent erfolgt. Cobots, also kollaborative Roboter, ergänzen klassische Schweißroboter und ermöglichen flexible Arbeitsmodelle in gemischten Teams aus Mensch und Maschine. Schweißtraining bleibt dabei weiterhin zentral, weil die bestmögliche Nutzung der Technik stets vom Fachwissen des Bedieners abhängt. Ich sehe meine Rolle darin, Unternehmen nicht nur technisch zu beraten, sondern auch bei der Entwicklung neuer Prozessideen zu begleiten und mein Wissen aus 25 Jahren im Schweißbereich weiterzugeben.
Wirtschaftsmacher.com: Abschließend: Welche Rolle spielen Ehrlichkeit und Werte in Ihrer Arbeit?
René Rosenlechner: Qualität, Freundlichkeit und Ehrlichkeit sind für mich Grundpfeiler. Ob beim Programmieren von Schweißrobotern oder bei der Beratung zum Vorrichtungsbau, ich mache keine leeren Versprechungen, sondern analysiere sorgsam, ob und wie eine Lösung realisierbar ist. Am Ende steht für mich immer das Ziel, ein nachhaltiges Ergebnis zu erzielen, das Kundenerwartungen nicht nur erfüllt, sondern häufig auch neue Möglichkeiten für Effizienz und Innovationskraft eröffnet. Das Berufsbild des Schweißers verdient Wertschätzung und Weiterentwicklung, mit diesem Anspruch begleite ich Betriebe auf ihrem Weg in die digitale Zukunft.
Mehr Informationen zu den Leistungen und Möglichkeiten von René Rosenlechner und René’s Robotics e.U. unter www.renes-robotics.at.
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