Jerod Harris/Getty Images Entertainment via Getty Images
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Whitney Wolfe Herd hat mit Bumble die Rolle von Frauen im Online-Dating neu definiert. Die Plattform ermöglicht es Frauen, den ersten Schritt zu machen. Dadurch fördert Bumble mehr Gleichberechtigung und respektvolle Kommunikation im digitalen Kennenlernen.
Der Start einer Revolution im Online-Dating
Whitney Wolfe Herd wollte etwas verändern. Als sie 2014 Bumble gründete, hatte sie eine klare Vision: Frauen sollten im Online-Dating die Kontrolle übernehmen. Zuvor war sie Mitgründerin von Tinder, verließ das Unternehmen jedoch nach einem öffentlichkeitswirksamen Rechtsstreit wegen sexueller Belästigung. Diese Erfahrung wurde zum Wendepunkt. Statt sich zurückzuziehen, entschied sie sich, die Regeln neu zu schreiben.
Bumble setzt auf ein einfaches, aber wirkungsvolles Prinzip: Wenn zwei Nutzer ein Match haben, kann nur die Frau die Unterhaltung beginnen. Das klingt zunächst simpel, hat aber die Dynamik des Online-Datings nachhaltig verändert. Frauen berichten, dass sie sich auf Bumble respektvoller behandelt fühlen. Die Möglichkeit, den ersten Schritt zu machen, gibt ihnen mehr Kontrolle und reduziert die Anzahl unerwünschter Nachrichten.
„Frauen verdienen es, die Kontrolle über ihre Kommunikation zu haben“, sagte Wolfe Herd einmal in einem Interview. Dieser Gedanke zieht sich durch das gesamte Konzept der App. Nutzer können genau festlegen, wer sie kontaktieren darf. So fühlen sich besonders Frauen auf der Plattform sicherer.
Mehr als nur Dating
Bumble ist längst mehr als eine Plattform für die Liebe. Mit Bumble BFF und Bumble Bizz bietet die App auch die Möglichkeit, Freundschaften zu knüpfen und berufliche Kontakte zu finden. Diese Erweiterungen zeigen, dass es Wolfe Herd nicht nur darum ging, das Online-Dating zu verändern. Sie wollte eine Plattform schaffen, die Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen verbindet.
Im Jahr 2021 ging Bumble an die Börse. Mit gerade einmal 31 Jahren wurde Whitney Wolfe Herd zur jüngsten Selfmade-Milliardärin der Welt. Doch es war nicht nur der finanzielle Erfolg, der sie bekannt machte. Vielmehr wurde sie zum Symbol für Frauen, die ihre eigene Geschichte schreiben – und dabei die Spielregeln verändern.
Nicht immer ein leichter Weg
Der Weg an die Spitze verlief jedoch nicht immer reibungslos. Schon die Gründung von Bumble stieß auf Skepsis. Viele glaubten nicht, dass eine Dating-App, bei der Frauen den ersten Schritt machen, erfolgreich sein könnte. Doch Wolfe Herd ließ sich nicht beirren.
Mit der Zeit wurde klar, dass das Konzept funktionierte – doch der Erfolg brachte auch neue Herausforderungen mit sich. Einige Kritiker bemängelten, dass Bumble trotz seines feministischen Ansatzes letztlich doch eine Plattform sei, die auf äußerlichen Eindrücken basiert. Zudem ist der Wettbewerb im Online-Dating hart. Plattformen wie Tinder, Hinge oder OkCupid sind ebenfalls stark aufgestellt und kämpfen um die gleichen Nutzer.
Auch intern gab es Veränderungen. Im Jahr 2023 gab Whitney Wolfe Herd überraschend ihren Posten als CEO ab. Sie wollte sich wieder mehr auf ihre Rolle als Gründerin konzentrieren und die langfristige Entwicklung von Bumble vorantreiben. Doch ihr Einfluss auf das Unternehmen bleibt spürbar.
Vivien Killilea/Getty Images News via Getty Images
Ein Einfluss, der bleibt
Was bleibt von Whitney Wolfe Herds Arbeit? Vor allem die Erkenntnis, dass Online-Dating nicht bedeuten muss, die Kontrolle abzugeben. Mit Bumble hat sie gezeigt, dass Frauen auch in der digitalen Welt den Ton angeben können – und dass Respekt und Gleichberechtigung die Basis für echte Verbindungen sind.
Ihr Erfolg inspiriert bis heute viele Frauen, ihre eigenen Ideen zu verwirklichen. „Wenn du an deine Idee glaubst, solltest du dich nicht von Zweifeln aufhalten lassen“, sagte sie einmal. Und genau das hat sie mit Bumble bewiesen.
So hat Whitney Wolfe Herd nicht nur das Online-Dating verändert. Sie hat gezeigt, dass es möglich ist, mit einer mutigen Idee die Welt ein Stück gerechter zu machen – eine Nachricht nach der anderen.