Antje Prasse, DGP-Kongresspräsidentin: Neue Forschungspreise sollen Nachwuchs in der Pneumologie fördern

Antje Prasse, Kongresspräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), will mit zwei neuen Förderpreisen den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Lungenmedizin stärken. Laut Informationsdienst Wissenschaft sind die Preise für klinische und experimentelle Medizin mit je 10.000 Euro dotiert, die Bewerbungsfrist endet am 10. Januar 2027.
- Zwei Forschungspreise zu je 10.000 Euro für klinische und experimentelle Medizin
- Bewerbungsschluss: 10. Januar 2027
- Verleihung beim DGP-Jahreskongress am 4. März 2027 in Köln
- Der Kongress steht unter dem Leitgedanken, Frauen in der Pneumologie stärker sichtbar zu machen und neue Blickwinkel für das Fach zu eröffnen
Wer die Initiative vorantreibt
Hinter der Ausschreibung steht Antje Prasse als Kongresspräsidentin der DGP. Sie möchte nach eigenen Angaben besonders viele Wissenschaftlerinnen zur Bewerbung ermutigen. Besonders willkommen wären ihr zufolge außerdem Einreichungen, die geschlechtsspezifische Unterschiede bei Diagnose und Behandlung untersuchen.
Bewerbungen sind an Prof. Thomas Bahmer zu richten, den Generalsekretär der DGP. Der eingereichte Artikel darf dabei höchstens 7 Megabyte groß sein.
Wie die Idee der beiden Forschungspreise funktioniert
Der erste Preis geht an die beste Arbeit im Bereich klinische Medizin: pneumologische Diagnostik, Therapie, Prävention, Rehabilitation, Epidemiologie oder Pathophysiologie. Mit dem zweiten Preis wird dagegen die beste grundlagenwissenschaftliche Arbeit der gesamten Pneumologie ausgezeichnet.
Beide Auszeichnungen sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Verliehen werden die Preise bei der Eröffnung des DGP-Jahreskongresses, der am 4. März 2027 in Köln beginnt und ganz im Zeichen stärkerer weiblicher Perspektiven für die Zukunft des Fachs steht.
Der Werdegang der Fachgesellschaft hinter der Idee
Die DGP geht auf eine 1910 gegründete Vereinigung von Lungenheilanstaltsärzten zurück. 1920 schloss sie sich mit der Deutschen Gesellschaft der Tuberkuloseärzte zur Arbeitsallianz zusammen, 1925 fusionierten beide Organisationen zur Deutschen Tuberkulose-Gesellschaft.
Unter Julius E. Kayser-Petersen wuchs die Mitgliederzahl von 379 auf über 1.000. Die Kongresse wurden 1941 kriegsbedingt ausgesetzt, die Gesellschaft 1945 aufgelöst und 1947 unter Franz Ickert neu gegründet. 1957 spaltete sie sich in eine Ost- und eine Westdeutsche Gesellschaft.
Was Zahlen zur heutigen Fachgesellschaft sagen
Heute zählt die DGP rund 3.166 Mitglieder, knapp 28 % davon sind Frauen. Die Fachzeitschrift Pneumologie ist seit 1981 das offizielle Journal der Gesellschaft.
Die jährlichen Kongresse werden seit 2009 teilweise auch online angeboten. Der bisherige Teilnehmerrekord liegt bei 3.500 Personen. Zwei Forschungspreise für Grund- und Klinische Forschung vergibt die DGP bereits seit Jahren, jeweils dotiert mit 10.000 Euro.
Was als Nächstes ansteht
Wer sich für einen der beiden Preise bewerben möchte, sollte die Bewerbung rechtzeitig vor dem Stichtag am 10. Januar 2027 bei Prof. Thomas Bahmer einreichen. Die Entscheidung über die Preisträgerinnen und Preisträger fällt im Vorfeld des Jahreskongresses, die Verleihung selbst findet am 4. März 2027 in Köln statt.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.



















